Dieser Begriff bezeichnet im Zusammenhang mit Wein alle Prozesse, Einflüsse oder Veränderungen, die durch Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze verursacht werden. Die Mikrobiologie im Weinbau befasst sich mit den Lebensvorgängen und Wechselwirkungen dieser Mikroorganismen während der Weinbereitung, Reifung und Lagerung. Sie ist ein zentraler Bereich der önologischen Forschung, da viele erwünschte, aber auch unerwünschte Reaktionen - etwa Gärung, malolaktische Gärung, aber auch Weinfehler mikrobiologisch bedingt sind. Auch Viren und Viroide (die nicht als Lebewesen bzw. Mikroorganismen gelten) spielen eine Rolle, da sie zwar keine direkten Weinfehler verursachen, jedoch die Gesundheit der Reben und damit indirekt die Traubenqualität beeinflussen.
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Für meine langjährige Tätigkeit als Lektorin mit wein-kulinarischem Schwerpunkt informiere ich mich bei Spezialfragen immer wieder gern im Weinlexikon. Dabei führt spontanes Lesen und das Verfolgen von Links oft zu spannenden Entdeckungen in der weiten Welt des Weins.
Dr. Christa Hanten
Fachjournalistin, Lektorin und Verkosterin, Wien