Oxigenation bedeutet eine begrenzte und kontrollierte Sauerstoffzufuhr bzw. dosierte Sättigung mit Sauerstoff, um bestimmte qualitätsfördernde Prozesse im Traubenmost oder Wein zu bewirken. Sie erfolgt unter streng kontrollierten Bedingungen und stellt ein wichtiges Werkzeug des modernen Sauerstoffmanagements dar. In vielen Quellen wird dafür der Begriff „Mikrooxidation“ fälschlich verwendet; korrekt lautet die Bezeichnung „Mikrooxigenation“ (oder Mikrooxigenierung), da es sich dabei nicht um eine tatsächliche Oxidation handelt.

Bei dieser relativ neuen Weinbereitungstechnik (auch Microbullage) wird durch entsprechend dosiertes Zuführen von Luft beziehungsweise reinem Sauerstoff in minimaler Menge zum Most oder jungen Wein die farbliche oder auch die geschmackliche Entwicklung des Weins gezielt optimiert. Erste Versuche machte Patrick Ducourneau 1991, um den sehr hohen Gerbstoffgehalt der Rebsorte Tannat zu reduzieren. Heute wird das Verfahren weltweit in vielen Rotweinstilen angewendet, um Gerbstoffe zu polymerisieren, Farbe zu stabilisieren und die Textur zu verfeinern.
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Es gibt unübersichtlich viele Quellen im Web, bei denen man sich Wissen über Wein aneignen kann. Doch keine hat den Umfang, die Aktualität und die Richtigkeit der Informationen des Lexikons von wein.plus. Ich benutze es regelmäßig und verlasse mich darauf.
Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen