Bezeichnung (grch. mitos = Faden) für eine Form der Zellteilung, bei der aus einer Zelle zwei genetisch identische Tochterzellen mit gleichem Chromosomensatz entstehen.Sie ist die häufigste Zellteilungsform bei Eukaryoten (Lebewesen mit Zellkern, also Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze und Algen) und dient der Zellvermehrung, Gewebebildung, Regeneration und der vegetativen Vermehrung bei Pflanzen sowie der Zellteilung bei vielen Einzellern (z. B. Amöben, Pantoffeltierchen). Im Gegensatz zur Meiose bleibt der diploide (doppelte) Chromosomensatz erhalten.
Die Mitose findet bei allen Geweben statt, die Zellen nachbilden müssen. Beim Menschen betrifft das etwa die Erneuerung von Schleimhaut oder Hautzellen sowie die Wundheilung. Bei Pflanzen geschieht dies vor allem beim Wachstum in den Teilungszonen wie Wurzel- oder Blattspitzen. Der Prozess führt zu zwei identischen Tochterzellen mit vollständiger Erbmasse (Genom). Der Ablauf umfasst eine vorbereitende Interphase sowie vier Hauptphasen. Diese sind in der schematischen Darstellung unten vereinfacht wiedergegeben.
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)