Bezeichnung für die Gesamtheit der haptischen (aktiv ertastend oder passiv fühlend), taktilen (passiv fühlend) und trigeminalen (über den dreiteiligen Trigeminusnerv der Gesichtsregion wahrgenommene) Sinneseindrücke beim Konsum eines Weines. Diese werden über spezielle Rezeptoren in der Mundhöhle wahrgenommen und prägen neben Geruch und Geschmack wesentlich den sensorischen Gesamteindruck eines Weines.
Viele dieser Eindrücke werden oft dem Geschmack zugerechnet, obwohl sie nicht zu den fünf Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami gehören. Sie entstehen vielmehr durch Berührungs-, Druck-, Temperatur- und Schmerzreize in der Mundhöhle. So werden beispielsweise die kühlende Wirkung von Kohlensäure oder Menthol, die wärmende, bei hoher Intensität bis stechende Wirkung von Alkohol, das Prickeln eines Schaumweines oder die adstringierende (mundzusammenziehende) Wirkung von Tanninen als Mundgefühl wahrgenommen.
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)