Die rote Rebsorte stammt aus Italien. Synonyme sind Chiavennasca Piccola, Chiavennaschino, Ciuvinasca und Nebiol Matiné. Gemäß im Jahre 2004 erfolgten DNA-Analysen handelt es sich nicht, wie lange angenommen, um eine Nebbiolo-Spielart, sondern um eine eigenständige Sorte. Sie ist aus einer vermutlich natürlichen Kreuzung zwischen Nebbiolo x unbekannter wahrscheinlich bereits ausgestorbener Sorte entstanden. Die spät reifende Rebe ist anfällig für Echten Mehltau und Botrytis. Sie erbringt gegenüber Nebbiolo etwas alkoholstärkere, aber säureärmere und weniger farbkräftige Rotweine. Die Sorte war einstmals sehr verbreitet, ist aber heute hauptsächlich im Valtellina in der Provinz Sondrio in der Lombardei zu finden. Die Bestände werden aber nicht gesondert erfasst; im Jahre 2016 wurde kein Bestand ausgewiesen (Kym Anderson).
![]()
Ich habe großen Respekt vor dem Umfang und der Qualität des wein.plus-Lexikons. Es handelt es sich um eine einzigartige Anlaufstelle für knackige, fundierte Informationen zu Begriffen aus der Welt des Weines.
Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach