In der Mythologie des Alten Ägypten Gott des Jenseits, der Wiedergeburt, des Nils und später auch der Fruchtbarkeit. Zunächst nahm Osiris (sinngemäß „Sitz des Auges“) im Königskult eine untergeordnete Rolle ein, da er zwar als Gott der Verstorbenen galt, aber nicht als Gott des Königs. Erst mit Beginn des Mittleren Reiches erhielt Osiris die gesamte Macht über das Totenreich und stand seither in der Rangordnung über dem König und wurde zu einem der wichtigsten Götter Ägyptens. Mit ihm verknüpft wird das Sternbild des Orion. Er galt auch als „Herr der Weinbereitung“ oder „Herr des Weines im Überfluß“. Als Gott der Fruchtbarkeit lehrte er die Ägypter den Weinanbau und die Herstellung von Bier. Nach ihm wurde die Neuzüchtung Osiris benannt. Siehe auch unter Weingötter und Weinheilige.
![]()
Das Weinlexikon hilft mir, auf dem Laufenden zu bleiben und mein Wissen aufzufrischen. Vielen Dank für dieses Lexikon das an Aktualität nie enden wird! Das macht es so spannend, öfter vorbeizuschauen.
Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden