Die in der EU herkunftsgeschützte Spirituose zählt zu den bekanntesten alkoholischen Getränken in Griechenland und gilt dort als Nationalgetränk. Der Name leitet sich vermutlich vom türkischen „üzüm" (Bund Trauben oder Traubensud) ab. Die Geschichte der Ouzo-Herstellung geht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als Händlerfamilien aus Kleinasien (Türkei) sich auf Lesbos ansiedelten und das Destillat in Brennblasen aus Bronze oder Kupfer herstellten. Dies beeinflusste die heutige Ouzo-Herstellung. Die Popularität steigerte sich nach dem Griechisch-Türkischen Krieg 1922 enorm.

Ouzo wurde mit Anis aromatisiert nach Frankreich exportiert. Die Ausfuhr nach dem Zielhafen Marseille erfolgte in Holzkisten mit der italienischen Aufschrift „Uso di Massillia“ (sinngemäß „zur Verwendung in Marseille“). Nach nach einer zweiten Version hat sich davon die Bezeichnung abgeleitet. Und nach einer dritten Version ist es eine Verballhornung des altgriechischen Verbs „ozo“ („ich rieche“) oder von „ou zo“ („ich lebe nicht“ - sinngemäß für „ich kann ohne Ouzo nicht leben“). Früher erfolgte die Herstellung durch doppelte Destillation der Pressrückstände, es war also ein Tresterbrand wie der Grappa oder der Marc. Diese Herstellungsweise wurde in der Folge stufenweise geändert.
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Thomas Götz
Weinberater, Weinblogger und Journalist; Schwendi