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Pestessig

Populäre Bezeichnung für eine „Medizin“ bzw. ein Abwehrmittel gegen die Pest. Die innere und äußere Anwendung von Essig gegen verschiedene Krankheiten und als Schutzmittel war schon in der Antike gebräuchlich. Nach einer der Versionen geht die „Erfindung“ des Pestessigs auf das Jahr 1720 zurück, als die Seuche in Südfrankreich wütete. Nach der Überlieferung zogen vier Diebe umher, die die Sterbenden und Toten ausraubten. Man sicherte ihnen Straffreiheit zu, falls sie das Geheimnis ihrer anscheinenden Immunität gegen die Epidemie preisgeben würden. Dies taten sie dann auch. Deshalb wird er auch Räuberessig, Vierräuberessig oder Giftessig; lat. Acetum pestilentiale prophylacticum genannt. Zum Schutz gegen Infektionskrankheiten sollte man sich mit dem Pestessig den Mund ausspülen, verschiedene Körperteile damit waschen oder ein paar Löffel davon täglich einnehmen. Außerdem trugen zum Schutz vor der Pest die Ärzte ein Ledergewand mit Überwurf und eine Maske. In dem schnabelartigen Fortsatz befanden sich Kräuter oder Essigschwämme zum „Filtern“ der Luft (mittleres Bild aus dem 17. Jhdt).

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Andreas Essl

Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.

Andreas Essl
Autor, Modena

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