Beliebter Rieden- bzw- Einzellagenname im deutschsprachigen Raum. Der Name leitet sich davon ab, dass Weinberge früher sehr oft in Besitz der Kirche („Pfaffen“ = Priester) oder von Klöstern waren. In Österreich gibt es folgende Rieden:
Der Berg wurde bereits 1230 als „mons clericorum“ (Berg der Geistlichen) erwähnt. Der Name weist auf den damaligen Besitz durch kirchliche Einrichtungen hin. Ein bekannter Spruch war: „Der Kremser mag den Pfaffen nicht, jedoch den Pfaffenberger trinkt er gern“. Zunächst gehörte der Berg den Bischöfen von Passau, wurde 1241 vom letzten Babenberger Herzog Friedrich dem Streitbaren (1210-1246) als Lehen genommen und kam dann in Besitz der Habsburger. Der Pfaffenberg erhebt sich nur wenige Meter neben der Donau auf den ersten 50 bis 100 Höhenmetern nahezu senkrecht. Erst in den darüberliegenden, weniger steilen Bereichen erstreckt sich die Riede Pfaffenberg.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden