Die Sortengruppe Piquepoul stammt aus Frankreich (Provence). Synonyme sind Avello, Avillo, Extra, Fehér Piquepoul, Languedocien, Picapoll, Picabolla, Picapulla, Picboul, Picpoul de Pinet, Piquepoul de Pinet.

Es handelt sich um eine Mutation der roten Sorte Piquepoul Noir. Sie darf auf Grund zum Teil gleicher Synonyme bzw. morphologischer und Namens-Ähnlichkeiten dnicht mit den eigenständigen Sorten Baco Blanc (Piquepoul du Gers), Picapoll Blanco, Folle Blanche (Piquepoul) oder Ondenc (Piquepout de Moissac) verwechselt werden.
Die mittel bis spät reifende, ertragreiche Rebe ist anfällig für Botrytis und beide Mehltauarten. Der Name „Piquepoul = Lippenbeißer“ leitet sich vom hohen Säuregehalt der Weißweine mit Zitronenaroma ab. Das macht sie ideal für Verschnitte und Destillation. Bis zum Reblausbefall um das Jahr 1878 war sie die wichtigste Sorte für den Armagnac, wurde dann aber von der Sorte Ugni Blanc (Trebbiano Toscano) verdrängt.
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Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen