Die weiße Rebsorte (auch Geisenheim 22-73) ist eine Neuzüchtung zwischen Müller-Thurgau x Chasselas Blanc gemäß 2012 veröffentlichten DNA-Analysen. Die in der Zuchtliste angegebene Kreuzung von zwei Riesling-Klonen hat sich dabei als falsch herausgestellt. Sie wurde nach dem Mainzer Erzbischof Rabanus Maurus (780-856) benannt. Die Kreuzung erfolgte 1939 durch den Züchter Heinrich Birk (1898-1973) an der Forschungsanstalt Geisenheim im Rheingau. Die früh reifende Rebe erbringt Weißweine mit milder Säure, traubigem Aroma und Muskatton. Sie wird in geringer Menge in Baden-Württemberg angebaut; 2016 wurde aber kein Bestand erfasst (Kym Anderson).
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)