Räuberisch lebende Spinnentiere (Gamasida), die als Parasiten zu den wichtigsten und effektivsten Nützlingen im Weinbau gehören. Die zur Ordnung der Milben zählenden Insekten kommen auf zahlreichen Pflanzen vor. Sie zeichnen sich durch Mundwerkzeuge mit scherenartigen Greifern sowie durch deutliche Schildchen an der Körperoberseite und Unterseite aus. Der wichtigste Vertreter ist die etwa 0,3 bis 0,5 Millimeter große Spezies Typhlodromus pyri. Diese besitzt eine birnenförmige Gestalt mit vier Beinpaaren und hat eine milchigweiße bis bräunliche Farbe.

Die Weibchen überwintern in Rindenritzchen des Stämmchens, im Frühjahr werden die Eier an den Blattunterseiten abgelegt. Als Nahrung für die geschlüpften Geschlechtstiere dienen hauptsächlich die für den Weinbau schädlichsten Milbenarten Rote Spinne, Kräuselmilbe und Pockenmilbe (Blattgallmilbe), sowie auch Rebenthripse und Zikaden und deren Eier. Nach dem Fraß von roten Spinnen verfärben sie sich ins rötliche (Bild rechts).
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Lothar Lindner
Innsbruck