Der Rebstecher ist ein Käfer (eng verwandt mit dem Dickmaulrüssler) aus der Familie der Blattroller. Weitere Namen sind Blattroller, Drechsler, Rebblattwickler, Rebstichler, Trichterwickler, Zapfenwickler und Zigarrenwickler. Die Gattung Byctiscus ist in Europa nur mit zwei Arten vertreten, dem Rebstecher und dem ähnlichen Pappelblattroller. Die flugfähigen Käfer sind 5 bis 7 mm groß und haben eine metallisch grüne, kupferrote oder stahlblaue, glänzende Farbe.

Die Käfer befallen kurz nach dem Austrieb die Blätter und hinterlassen kurze, typische Fraßstreifen. Die Weibchen (Bild unten rechts) nagen Blätterstiele derart an, dass diese absterben und nach unten hängen. Dann rollen sie die Blätter zu einem Wickel ein und legen 4 bis 6 Eier in einer „Zigarre“ ähnlichem Wickel ab (Bild oben rechts). Die eingerollten Blätter fallen dann ab und die geschlüpften Larven (Bild unten links) fressen die vermoderten Rückstände. Nach der Verpuppung schlüpft die neue Käfergeneration im September. Einige Arten befallen auch die Weinbeeren. Als Sekundärwirkung wird ein Eindringen von Pilzen begünstigt und die Graufäule verursacht.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena