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Rebtränen

Bezeichnung (auch Rebwasser, Rebenblut) für den im Frühjahr als Reaktion auf den Rebschnitt austretenden wasserähnlichen Wundsaft. Es handelt sich dabei um einen Schutzmechanismus bei Pflanzen, denn der Saft enthält hochwirksam desinfizierende Stoffe, die das Eindringen von Bakterien verhindern und die Schnittwunden mit einem Harzpfropfen verschließen. Die der Pflanze zugefügten beim zumeist in der Winterruhe erfolgten Rebschnitt zugefügten Wunden beginnen aber erst bei Vegetationsbeginn beim Austrieb zu „bluten“. Bereits im alten Rom war die vermeintliche medizinische Wirkung der Rebtränen bekannt. Der Gelehrte Plinius der Ältere (23-79) berichtete über den damals als „Aqua vitis“ oder „Lachryma vitis“ bezeichneten Saft als Mittel gegen viele Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Ausschläge, sowie vermischt mit Olivenöl als Enthaarungsmittel.

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