Bezeichnung für ein System bzw. eine chemische Reaktion (Kunstwort aus Reduktion und Oxidation), bei der ein Reaktionspartner Elektronen abgibt (Oxidation) und der andere Elektronen aufnimmt (Reduktion). Typische Oxidationsmittel sind Stoffe, die leicht Elektronen aufnehmen können, wie zum Beispiel Sauerstoff, während Reduktionsmittel wie Wasserstoff oder bestimmte organische Verbindungen Elektronen abgeben. Bei der Reaktion von Wasserstoff (H₂) mit Sauerstoff (O₂) entsteht dadurch Wasser (H₂O). Die Formel ist 2 H₂ + O₂ → 2 H₂O.
Mit der Reduktion ist also immer auch eine Oxidation verbunden; beide sind untrennbare Teilprozesse einer Redoxreaktion. Zu diesen gehören viele Stoffwechselvorgänge, darunter die Gärung und die Photosynthese. Beide sind auch im Zusammenhang mit der Weinbereitung von Bedeutung, da oxidative und reduktive Prozesse wesentlich zur Flaschenreifung und Alterung beitragen. Ein Beispiel für einen unerwünschten Redoxvorgang ist der Weinfehler Mannitstich, bei dem Milchsäure-Bakterien die Fructose (Fruchtzucker) zu Mannit und gleichzeitig Essigsäure umwandeln.
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Lothar Lindner
Innsbruck