Beschreibung für einen trocken ausgebauten Wein mit säurebetontem Geschmack und ausgeprägtem Säurespiel im Rahmen einer Weinbewertung bzw. Weinansprache. Der Begriff leitet sich vom mittelhochdeutschen roesche (rau, derb) ab und ist nicht grundsätzlich negativ zu verstehen. Er beschreibt jedoch einen eher rustikalen Stil, der nicht jedermanns Geschmack entspricht, von bestimmten Konsumenten jedoch durchaus geschätzt wird.
Resche Weine wirken lebendig, straff und spannungsvoll. Resch wird mitunter synonym zu herb verwendet, bezeichnet jedoch spezifischer einen säurebetonten und nicht primär tanninbetonten Eindruck. Verwandte, ebenfalls positiv besetzte Begriffe sind feinsäuerlich, frisch, nervig, rassig, rezent, säurebetont, spritzig und stahlig. Ein zu hoher oder unharmonischer Säureanteil kann jedoch auch auf Weinfehler wie zum Beispiel Essigstich hindeuten. Entsprechend negativ besetzte Begriffe sind aggressiv, essigsauer, kantig, sauer, scharf und stichig. Siehe auch unter saurer Wein.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“