Die weiße Rebsorte stammt aus dem Grenzgebiet Italien/Slowenien. Es gibt über 50 Synonyme, was auf ein hohes Alter und eine weite Verbreitung hinweist. Die wichtigsten sind Avola, Erbula, Gargania, Garganica, Rabola, Rabiola, Rebolla, Ribolla Bianca, Ribolla Gialla di Rosazzo, Ribolla di Rosazzo und Ribuèl (Italien); Jarbola, Jerbula, Ribola Bijela (Kroatien); Garganija, Garganja, Grganc, Rebula, Rebula Bela, Teran Bijeli, Zelena Rebula (Slowenien).

Nach einer Hypothese soll sie ein Nachfahre des von Plinius dem Älteren (23-79) erwähnten berühmten Pucinum sein. Die Sorte wurde im Friaul bereits 1296 im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Rabola-Weins erwähnt, in den auch Papst Bonifatius VIII. (1235-1303) involviert war. Die Bedeutung bezeugt ein 1402 erlassenes Verbot der Stadt Udine gegen die Verfälschung der Rebe. Giovanni Boccaccio (1313-1375) erwähnte sie in einer Schrift, in der er gegen die Völlerei wettert. Vermutlich ist sie die Sorte des im Mittelalter oft erwähnten Weins Reinval. Im 14. Jahrhundert war sie im Friaul (Italien) und Istrien (Slowenien) weit verbreitet. Erst nach der Reblaus-Katastrophe ging der Bestand stark zurück.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach