Italienische Bezeichnung (dt. „Wiederholung“ oder „erneuter Durchgang“) für ein spezielles Weinbereitungs-Verfahren. Es wurde ab den 1960er-Jahren populär, als vom Weingut Masi in Venetien ein so produzierter Wein namens „Campofiorin Masi Ripasso“ vermarktet wurde. Anfangs war die Wortmarke „Ripasso“ für Masi weltweit geschützt. Schließlich wurde 2006 die Verwendung allen Produzenten in Venetien gestattet.
Bereits vergorenem Rotwein wird im Frühjahr Maische bzw. Trester aus der Verarbeitung des Herbstes zugesetzt. Durch die in den Schalen enthaltenen Hefen und Zucker erfolgt eine erneute Gärung. Aus den Schalen gelangen zusätzliche Farbstoffe und Tannine in den Wein, der deshalb mehr Farbintensität und Körper bekommt. Traditionellerweise erfolgte dies vorwiegend mit Amarone-Maische, davon ergibt sich der charakteristische leicht bittere Geschmack.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena