Bezeichnung für den möglichst umfassenden Entzug von Wasser aus den Weintrauben mit verschiedenen Methoden, um die Konzentration von Zucker und Gesamtextrakt zu erhöhen. Der Begriff leitet sich von den dadurch entstehenden rosinenartigen Beeren ab. Der Zweck ist aber dabei nicht die Produktion von Rosinen, sondern für die Produktion von Süßwein. Schon im antiken Rom wurde ein Rosinenwein namens Passum (lat. passus = getrocknet) hergestellt.

Der gewünschte Zustand kann auf verschiedene Arten erreicht werden. Die häufigste Form ist es, die Trauben entsprechend lange am Rebstock zu belassen und sehr spät zu lesen. Ein Befall der Trauben durch Botrytis ist dabei erwünscht und begünstigt den Prozess. Die zweite Möglichkeit ist es, die geernteten Trauben über längere Zeit auf Stroh oder Schilf zu betten, auf Gestellen aufzulegen (Bild) oder aufzuhängen und trocknen zu lassen.
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)