Bezeichnung (auch Fruchtrute) für das beim Rebschnitt ausgewählte einjährige Holz in bestimmter Länge, aus dessen Augen im Frühjahr fruchttragende Triebe austreiben; siehe unter Bogen.
Bezeichnung im deutschsprachigen Raum für die Art der Formierung der einjährigen verholzten Ruten. Abhängig von der Länge der Ruten bzw. der Anzahl der beim Rebschnitt darauf belassenen Augen (Knospen) gibt es verschiedene Bezeichnungen. Auch die Erziehungsform spielt bei der Bezeichnung eine Rolle.
In der Regel wird eine sehr kurze Rute mit 1 bis 3 Augen als Zapfen, eine mittellange Rute mit 4 bis 7 Augen als Strecker und eine lange Rute mit 8 bis 15 Augen als Rute bezeichnet. Aus den Augen entwickeln sich die neuen, fruchttragenden Triebe (Sommertriebe) mit den Weintrauben, Blättern und Ranken.
Es gibt aber diesbezüglich keine einheitliche Normierung, die Augenanzahl ist lokal bzw. landesspezifisch oft etwas unterschiedlich. Auch die Bezeichnung Bogen wird sowohl für den Strecker als auch für die Rute verwendet. Strecker ist eine Bezeichnung für den mittellangen Trieb und auch für die Form beim Flachbogen. Die belassenen Triebe werden formiert und mit der Drahtrahmenunterstützung fixiert (Biegen). Die einzelnen Formen...
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Hans-Georg Schwarz
Ehrenobmann der Domäne Wachau (Wachau)