Flaschenform für sächsischen Wein, die 1931 zur Verbesserung der Attraktivität und identitätsstiftenden Wiedererkennbarkeit des Elbtalweines im Staatsweingut Hoflößnitz entwickelt wurde. Die keulenförmige, damals grünfarbene Flasche ähnelt einem Kegel. Durch die Form bauchig (nicht walzenförmig) ergaben sich aber Nachteile. Durch die geringe Auflagefläche ist sie beim Transport anfällig für Bruch, außerdem besitzt sie auch weniger Standfestigkeit. In den 1980er-Jahren gab es einen erneuten Versuch, diese Form ähnlich dem fränkischen Bocksbeutel in Sachsen in nunmehr brauner Farbe als Standard zu etablieren. Sie wurde schließlich 1988 zum 50-jährigen Jubiläum der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen wieder auf den Markt gebracht. Die beim Tokajer verwendete Form wird als Keulenflasche bezeichnet. Siehe auch unter Flaschen und Weingefäße.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg