Vom griechischen Gott Pan angeführte Mischwesen aus Mensch und Ziegenbock als Repräsentanten ausgelassenen Treibens und Fruchtbarkeits-Dämone, die dem Tanz und dem Weingenuss ergeben sind. Die wollüstigen Wesen sind von ungeschlachter Gestalt, haben struppiges Haar, eine stumpfe, aufgeworfene Nase, zugespitzte Ohren und ein Ziegenschwänzchen oder kleinen Pferdeschweif. Auf antiken Vasen sind sie oft mit erigiertem Phallus dargestellt. Die Satyrn begleiten den griechischen Weingott Dionysos (bzw. das römische Pendant Bacchus) auf seinen Reisen.

Zum Gefolge gehörten auch die weiblichen Mänaden (Raserei, Wahnsinn). Im Bild links wird eine Mänade (links) und ein Satyrn mit dem Thyrsosstab (Fruchtbarkeitssymbol) und einem Kantharos (Trinkgefäß für Wein) dargestellt. Der Vater der Satyrn ist Silenos, der Erzieher und Begleiter des jungen Dionysos. Manchmal wird als Vater auch Hermes genannt. Dem Leichnam des Satyrn Ampelos entwuchs die erste Weinrebe, nach ihm ist die Ampelographie benannt.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena