Dialektausdruck aus dem italienischen Piemont (sinngemäß „sonniger Ort oder sonnige Lage“) für eine besonders gut der Sonne ausgesetzte Fläche. Im Weinbau bezeichnet Sorì meist einen Weinberg in südlicher oder südöstlicher Hanglage. Der Begriff weist auf die günstige Exposition hin, stellt jedoch für sich allein keine weinrechtlich festgelegte Qualitätsstufe dar. Differenziertere Bezeichnungen sind „Sorì de mattino“ für eine nach Südosten ausgerichtete Morgenlage und „Sorì de sera“ für eine nach Südwesten ausgerichtete Abendlage.
Bekannt wurde die Bezeichnung durch den Weinmacher Angelo Gaja, der sie für den erstmals aus dem Jahrgang 1967 erzeugten Einzellagenwein „Barbaresco Sorì San Lorenzo“ verwendete.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“