Beschreibung (auch stechend) für einen Wein im Rahmen einer Weinbewertung bzw. Weinansprache, die auf einen Weinfehler hinweist. Der Eindruck äußert sich durch einen unangenehm scharfen, beißenden oder reizenden Eindruck, der andere sensorische Eigenschaften überlagert und den Wein unharmonisch wirken lässt. Der Begriff ist stets negativ besetzt und wird ausschließlich zur Beschreibung fehlerhafter Entwicklungen verwendet.
Der Eindruck wird über Geruch und Geschmack wahrgenommen und geht häufig mit einem unangenehmen Nachhallen im Mundraum einher. Die Bezeichnung „stechend“ beschreibt dabei keine eigenständige Wahrnehmung, sondern dient als sprachliche Charakterisierung dieses sensorischen Eindrucks. Es handelt sich somit nicht um einen primär trigeminalen Reiz, sondern um einen olfaktorisch und gustatorisch geprägten sensorischen Eindruck.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg