Im deutschsprachigen Raum verwendete umgangssprachliche Bezeichnung (auch Stinkerchen) für den bei starker Ausprägung unangenehmen bis ekelhaften Geruch und Geschmack eines Weines im Rahmen einer Weinbewertung bze. Weinansprache, das auch mit animalisch oder erdig beschrieben wird.
Die verniedlichende Form „Stinkerl“ („kleiner, geringfügiger Stinker“) ist eher positiv zu verstehen. Was genau damit gemeint ist, wird jedoch unterschiedlich interpretiert bzw. gibt es keine objektiven Kriterien (z. B. bestimmte Aromen), die eine eindeutige Identifikation ermöglichen. Es handelt sich um einen weinfremden Eindruck, der aus chemischen Verbindungen resultiert. Ursache kann unter anderem die Alkoholart Geosmin sein.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden