Beschreibung für den Geruch und Geschmack eines Weines im Rahmen einer Weinansprache bzw. Weinbewertung. Tabaknoten werden vor allem durch zwei Aromastoffe mit unterschiedlicher sensorischer Wirkung hervorgerufen. Der Aromastoff Megastigmatrienon entsteht bereits in der Weintraube beim Abbau von Carotinoiden und wird erst im Verlauf der Flaschenreifung bzw. Alterung als tertiäres Aroma sensorisch wahrnehmbar. Er vermittelt einen eher trockenen, klassischen Tabakton, der an getrocknete Tabakblätter, Zigarrenkiste oder kalte Zigarren erinnert.

Der Aromastoff Sotolon hingegen bildet sich erst während des Ausbaus und der anschließenden Reifung, insbesondere unter oxidativen Bedingungen oder beim Barrique-Ausbau durch das getoastete Holz, und bewirkt einen wärmeren und oft leicht süßlichen Eindruck, der an gerösteten Tabak, Karamell oder Nüsse anklingt. Als positiv gelten tabakartige Aromen hauptsächlich bei Rotweinen; bei Weißweinen sind sie untypisch und nur in Ausnahmefällen erwünscht.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg