Italienische Bezeichnung (Schnitt der Fruchtrute) für ein Verfahren zur Förderung des natürlichen Eintrocknen von Weintrauben. Nach Erreichen der physiologischen Reife wird die Fruchtrute vollständig oder teilweise durchtrennt, wodurch der Wasser- und Assimilatstrom zwischen Rebstock und Trauben weitgehend unterbrochen wird. Die Beeren verlieren durch Verdunstung langsam Wasser, wodurch sich Zucker, Säuren, Aromen und Extraktstoffe konzentrieren.

Nach dem Schneiden bleiben die Trauben der Sonne und dem Wind ausgesetzt, bis sie etwa 15 bis 20% des Volumens verlieren. Das Trocknen der Trauben führt zu einer natürlichen Konzentration der Inhaltsstoffe, um extraktreiche Weine keltern zu können. Nach demselben Prinzip werden in vielen Anbaugebieten auch Rosinen erzeugt, indem die Trauben am Rebstock oder nach der Lese eingetrocknet werden. Die Zeit, die die Trauben nach dem „Taglio del Tralcio“ am Rebstock verbleiben, bis sie geerntet werden, kann von einigen Tagen bis zu etwa fünf Wochen betragen.
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Roman Horvath MW
Domäne Wachau (Wachau)