Ermöglicht beim Konsum von Wein die Wahrnehmung mechanischer Reize wie Druck, Berührung, Vibration und Temperatur über die Haut und insbesondere im Mundraum. Siehe unter haptisch.
Als haptische (fühlbare) Wahrnehmung werden alle Sinneseindrücke verstanden, die durch aktives Berühren, Fühlen oder Tasten aufgenommen werden. Damit können Gewicht, Größe, Konturen (kantig oder rund) und Oberflächentextur (rauh oder glatt) eines physischen Objektes erfühlt und erkannt werden. Diese haptische Wahrnehmung ist aktiv und ganzheitlich, im Unterschied zur passiven und punktuellen taktilen Wahrnehmung (zum Beispiel berührt werden oder äußeren Einflüssen wie Hitze oder Kälte ausgesetzt sein). Beide gehören zum Tastsinn (lat. tactus) und überschneiden sich teilweise in ihrer Empfindungsebene. Es wird in die Effekte Berührung, Druck, Schmerz, Temperatur und Vibration unterschieden. Die Gesamtheit der haptischen Wahrnehmungen erlaubt es dem Gehirn, die Reize zu lokalisieren, räumlich zuzuordnen, einzuschätzen und bei zu starker Reizung als Schmerz oder potentielle Gefahr zu bewerten.

menschliche Haut mit den die Empfindungen haptisch (aktiv = berührend) bzw. taktil (passiv = berührt werden) aufnehmenden Rezeptoren (3, 4 und 5): 1 = Schweißpore, 2 = Muskel, 3 = Schmerz, 4 = Berührung, 5 =...
![]()
Das Weinlexikon hilft mir, auf dem Laufenden zu bleiben und mein Wissen aufzufrischen. Vielen Dank für dieses Lexikon das an Aktualität nie enden wird! Das macht es so spannend, öfter vorbeizuschauen.
Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden