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Traubenwickler

Der gefürchtete Schädling (auch Traubenmotte, Weinmotte) ist schon seit dem Mittelalter als Schädling im Weinbau bekannt. Der Schmetterling zählt zur Familie der Wickler. Charakteristisch sind die zu einer Wohnröhre gesponnenen Pflanzenteile. Sie werden erzeugt, indem die Raupen (Larven) des Schädlings ein Gespinst um die Trauben und die Blätter der Weinreben wickeln. Davon leitet sich auch der Name „Traubenwickler“ ab.

Traubenwickler - Gespinst und Raupe

Zuerst wird von von den Raupen (Bild rechts) mithilfe spezieller Drüsen im Kopf eine proteinreiche Flüssigkeit erzeugt. Wenn die Flüssigkeit an die Luft gelangt, härtet sie zu seidigen Fäden aus. Die Raupen verwenden die Seidenfäden, um ein Gespinst (Bild links) zu weben, das sie vor Fressfeinden und Umweltbedingungen schützt. 

Stimmen unserer Mitglieder

Andreas Essl

Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.

Andreas Essl
Autor, Modena

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