Diese Enzymgruppe kommt vor allem in Krebsen, Meeresmuscheln, Pflanzensamen und in Bodenbakterien vor. In der Natur erfolgt durch Ureasen der enzymatische Abbau von Harnstoff zu Ammoniak und Kohlendioxid, etwa im biologischen Stickstoffkreislauf des Bodens. Auf diese Weise wird Stickstoff pflanzenverfügbar gemacht.
In der Weinbereitung wird künstlich hergestellte Urease eingesetzt, um den Harnstoffgehalt im Wein gezielt zu reduzieren. Dieser entsteht dort vor allem als Stoffwechselprodukt der Hefen und gilt als Vorstufe des potenziell krebserregenden Ethylcarbamats. Durch die Zugabe von Urease wird Harnstoff enzymatisch gespalten und so dessen Weiterreaktion zu Ethylcarbamat verhindert. Ureasen zählen damit zu den sogenannten önologischen Enzymen.
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Roman Horvath MW
Domäne Wachau (Wachau)