Diese flüchtige Säure (auch Pentansäure) gehört zu den organischen Säuren bzw. Carbonsäuren. Im Wein ist Valeriansäure in der Regel nur in Spuren (0,01 bis 0,4 g/l) vorhanden. Sie entsteht primär durch mikrobielle Stoffwechselprozesse während oder nach der Gärung. Sensorisch bleibt sie meist unauffällig; bei erhöhten Gehalten kann sie zusammen mit anderen flüchtigen Fettsäuren zu stechenden, ranzigen Noten beitragen. In diesem Fall ist das Vorkommen als sensorischer Weinfehler zu werten. In sehr geringen Mengen kann sie hingegen durch die Bildung von Ester mit Alkohol auch fruchtige Nuancen beisteuern. Siehe auch unter Gesamtextrakt und Weininhaltsstoffe.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg