Der italienische Begriff ist vom lateinischen Wort „vernaculus“ abgeleitet (so wie das deutsche „Vernatsch“; siehe unter Schiava) und bedeutet „eingeboren“ bzw. „von hier stammend“ oder autochthon. Nach einer zweiten Theorie ist der Name von „verrum“ (Eber = Wildschwein) abgeleitet, weil diese Tiere im Mittelalter häufig in die Weingärten eindrangen und sich an den Trauben gütlich taten. Und nach einer dritten Theorie wird die Gemeinde Vernazza im Bereich Cinque Terre in Ligurien genannt, wofür es aber keine Belege oder Hinweise gibt.
Es handelt sich jedoch (so wie bei Lambrusco, Malvasia, Muskateller und Trebbiano) um keine eigenständige Rebsorte und auch um keine Rebsorten-Familie, sondern der neutrale Begriff wird als Bezeichnung oder Namensteil für viele weiße und rote Rebsorten verwendet, die nicht verwandt sind und sich genetisch klar unterscheiden.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“