Französische Bezeichnung für einen aus Rotweintrauben (dunklen Trauben) produzierten, blassroten und einem Rosé ähnlichem Wein. Dies bedeutet wörtlich „grauer Wein“, wobei dies nicht unbedingt farblich zu verstehen ist. Er durchläuft keine Maischegärung, sondern wird eigentlich wie ein Weißwein gekeltert. Gegebenenfalls lagert der Most nur kurze Zeit auf der Maische und wird dann abgezogen. Beim Champagner wird dieses Verfahren als Blanc de noirs bezeichnet. Der Wein ist eine französische Spezialität in Lothringen (Côtes de Toul) und bei den Weinen des regionalen IGP Val de Loire. Dieser Weinstil ist auch in Marokko populär, wo er zumeist aus Cinsaut, Grenache Noir (Garnacha Tinta) und Cabernet Sauvignon gekeltert wird.
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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)