Die internationale Weinmesse wurde unter der damaligen Bezeichnung „Giornate del Vino Italiano“ (Italienische Weintage) erstmals im September 1967 im Palazzo della Gran Guardia in Verona (Italien) veranstaltet. Ziel der Veranstaltung war es anfänglich, italienische Weine gezielt einem Fachpublikum vorzustellen und den Austausch zwischen Erzeugern, Handel und Gastronomie zu intensivieren. Im Jahre 1969 stellten 130 Produzenten ihre Produkte aus, was den damals noch überschaubaren Charakter der Messe widerspiegelt.
Unter dem Namen „Vinitaly“ findet die Veranstaltung seit dem Jahre 1971 statt. In diesem Jahr wurden erstmals Weine der 1963 neu eingeführten DOC-Klassifikation präsentiert, womit Vinitaly früh zu einer wichtigen Plattform für das italienische Herkunftssystem wurde. Erstmals wurde eine Auktion hochpreisiger Weine durchgeführt, was die zunehmende internationale Wahrnehmung italienischer Spitzenweine unterstrich. In den folgenden Jahren wandelte sich Vinitaly von einer national geprägten Fachmesse zu einer international ausgerichteten Leitveranstaltung des Weinsektors.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“