Bezeichnung für ein Messgerät für das schnelle Ermitteln des Alkoholgehaltes von Wein und weinähnlichen Getränken. Es besteht aus einem an beiden Enden offenen Röhrchen, das mit einer Skala versehen ist. Die Funktionsweise basiert auf dem Phänomen der Herabsetzung der Oberflächen-Spannung des Wassers durch Alkohol, sowie dem Kapillareffekt (Aufsteigen von Flüssigkeiten in engen Glasröhren gegen die Gravitationskraft nach oben).

1 = Trichter, 2 = Kapillarröhrchen, 3 = Skala, 4 = Tropfspitze
Je höher der Alkoholgehalt (und damit kleinerer Oberflächen-Spannung), desto weniger wird ein Alkohol-Wassergemisch gegen die Schwerkraft in der Kapillare gehalten. Das Ergebnis wird in Volumenprozent angezeigt, die Messgenauigkeit liegt bei etwa 0,5% bei einer Temperatur von 20 °Celsius. Der Messbereich reicht nur bis 25%, weshalb das Vinometer für Destillate nicht geeignet ist. Ein hoher Restzuckergehalt im Wein beeinträchtigt die Genauigkeit der Messung. Eine wesentlich genauere Bestimmung ist mit einem Aräometer möglich, mit dem auch Spirituosen gemessen werden können.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden