Bezeichnung (auch Grobhefe) für die Hefen nach der Gärung, die zunächst bewusst für einige Zeit mit dem Wein in Kontakt bleiben. Erfolgt ein Abstich des Jungweines, wird dieser von der Vollhefe getrennt, die sich als Sediment bzw. Bodensatz am Behälterboden abgesetzt hat. Nur die noch fein verteilten, in Schwebe befindlichen Hefepartikel verbleiben im Wein und werden als Feinhefe bezeichnet. Die Lagerung bzw. der Ausbau auf der Hefe ist unter Hefesatzlagerung beschrieben. Die abgestorbenen, groben Hefebestandteile werden auch als Geläger bezeichnet.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena