Bereich im Schweizer Kanton Waadt; siehe dort.
Kanton und Weinbauregion mit der Hauptstadt Lausanne in der französischen Schweiz. Die Anfänge des Weinbaus reichen bis auf die Römer zurück. Im Mittelalter leisteten die Zisterzienser Pionierarbeit, die den Großteil der Weingärten in mühseliger Arbeit den Steilhängen abrangen. Es gint ein AOC-System mit Grand Cru-Lagen. Die Verwendung wird im gesamten Kantonsgebiet gestattet, sofern es sich um Weine handelt, die aus im Rebkataster genannten Lagen stammen und Bezeichnungen wie Clos (abgeschlossener Rebberg), Château (Schloss), Domaine (Weinbau-Domäne) oder Abbaye (klösterliche Abtei) tragen. Die Weinberge umfassen rund 3.900 Hektar Rebfläche. Der Kanton ist in vier Bereiche gegliedert; einer im Drei-Seen-Land und drei am Genfersee (Lac Léman):
Diese Appellation umfasst eigentlich drei Appellationen, da sind Bonvillars mit 195 Hektar (mit der bekannten Gemeinde Champagne), Côtes de l’Orbe mit 168 Hektar - beide am Neuenburgersee (Lac de Neuchâtel), sowie Vully am Murtensee (Lac de Morat) mit 50 Hektar. Sie werden aber zumeist gemeinsam unter Bonvillars oder selten auch als Nord-Vaudois (Nord-Waadt) bezeichnet, weil es sich um das nördlichste Anbaugebiet handelt.
Eine Besonderheit ist Vully, weil sich diese Appellation über die zwei Kantone Freiburg (107 ha) und Waadt (50 ha) erstreckt. Die Winzer von Vully verstehen sich aber als eine...
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach