Siehe unter Wasserhaushalt.
Unter dem Begriff Wasserhaushalt (Hydrologie) ist in den Geowissenschaften die Aufstellung der Aufnahme und Abgabe von Wasser in einem größeren geographischen Gebiet, etwa in einem Ozean oder einer Landschaft zu verstehen. Bei Landschaften werden dabei unter anderem das Oberflächenwasser, Verdunstung, Klima, Niederschlag und die Ströme des Grundwassers berücksichtigt. Der Wasserhaushalt bestimmt maßgeblich die Ökosysteme und den Vegetationstyp, die sich in der Landschaft etablieren können und die Eignung zur landwirtschaftlichen Nutzung.

Bodenwasserkreislauf: 1 = Niederschlag, 2 = Verdunstung, 3 = Wasserabfluss, 4 = Vegetation, 5 = Boden, 6 = Haftwasser, 7 = Sickerwasser & Sinkwasser, 8 = Grundwasser & Stauwasser, 9 = wasserundurchlässige Schicht, 10 = kapillarer Aufstieg, 11 = Infiltration, 12 = ungesättigter Transport, 13 = gesättigter Transport
Im Kontext eines Weingartens bezieht sich der Wasserhaushalt auf die komplexe Interaktion zwischen der Aufnahme und Abgabe von Wasser in den Weinreben und dem umgebenden Bodentyp. Ähnlich wie bei größeren Landschaften spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter das Oberflächenwasser aus Regenfällen oder künstlicher Bewässerung, die Verdunstung von Wasser durch die...
![]()
Für meine langjährige Tätigkeit als Lektorin mit wein-kulinarischem Schwerpunkt informiere ich mich bei Spezialfragen immer wieder gern im Weinlexikon. Dabei führt spontanes Lesen und das Verfolgen von Links oft zu spannenden Entdeckungen in der weiten Welt des Weins.
Dr. Christa Hanten
Fachjournalistin, Lektorin und Verkosterin, Wien