Allgemeine Bezeichnung für mit Rebstöcken bepflanzte Flächen. Sie dienen im Weinbau in erster Linie der Produktion von Wein und Schaumwein (Champagner, Sekt etc.). Die Trauben können jedoch auch zur Erzeugung von Spirituosen (Cognac, Weinbrand), Tafeltrauben, Rosinen, Most, Traubensaft, Verjus oder Weinessig genutzt werden.
Dies kann ein relativ kleiner Bereich (im Besitz eines einzigen Eigentümers), aber genauso gut ein sehr großer Bereich sein, den sich viele Besitzer teilen. Es muss sich auch nicht in jedem Fall um eine zusammenhängend mit Rebstöcken bepflanzte Fläche handeln. Bei einer Zersplitterung in mehrere voneinander getrennte Teile spricht man von einem Streuweinberg. Beim Weinberg muss es sich trotz des Namensteils „berg“ nicht unbedingt um eine Hanglage mit mehr oder weniger starker Hangneigung handeln; der Begriff wird oft auch romantisierend für ebene Flächen verwendet.

Das Bild zeigt die Riede Zieregg in Berghausen vom Weingut Manfred Tement in der Südsteiermark (Österreich).
Die wichtigsten Entscheidungen beim Anlegen einer neuen Rebfläche betreffen die Auswahl der Rebsorte sowie der geeigneten Unterlage, auf die sie gepfropft wird. Diese erfolgt unter Berücksichtigung der natürlichen Standortfaktoren Klima, Bodentyp, topographische Lage (Geländeform) des Weinbergs und Exposition (Sonneneinstrahlung), die zusammen das Terroir eines Weinbergs bestimmen. Darüber hinaus ist die Wahl der geeigneten Erziehungsform von Bedeutung, da sie den Wuchs, die Ertragsmenge und die Bewirtschaftung der Reben maßgeblich beeinflusst. Der planmäßige Aufbau einer Rebfläche bzw. das Pflanzen von Rebstöcken unter Einhaltung aller Gesetze, Beachtung aller Kriterien und die erforderlichen Maßnahmen sind detailliert unter Rebenaufbauplan beschrieben.
Geographisch abgegrenzte Rebflächen bilden die Basis für Herkunfts- und Qualitätsbezeichnungen. Diese Bereiche können, müssen aber nicht mit den Grenzen eines einzelnen Weinbergs übereinstimmen. Selbst ein kleiner einzelner Weinberg und sogar Weingarten kann unterschiedlich sein. In vielen Weinbauländern - vor allem in Europa - gibt es für geographisch abgegrenzte Flächen häufig ein mehrstufiges, hierarchisches Klassifikationssystem, das der qualitativen Einordnung von Weinbauflächen dient. Hochwertige Lagen erbringen potentiell auch Weine mit hoher Qualität.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena