Siehe unter Rebstock.
Im taxonomischen System wird die Weinrebe der Subklasse Rosidae (Rosenpflanzen), der Ordnung Vitales (Weinrebenartige), der Familie Vitaceae (Rebengewächse) sowie der Gattung Vitis, den Weinreben zugeordnet (siehe dazu unter Reben-Systematik). Es handelt sich um eine Schlingpflanze, die sich ursprünglich auf Bäumen hochrankte. Eine Weinrebe kann dabei riesige Ausmaße erreichen und im Extremfall bis über 300 Jahre alt werden.

Die Morphologie (Erscheinungsform) eines Rebstocks gliedert sich in die Hauptorgane
Im Zusammenhang mit dem jährlichen Rebschnitt im Winter ist dabei entscheidend, dass der Rebstock aus einem dauerhaften mehrjährigen Holzgerüst und jährlich neu gebildetem einjährigen Holz besteht.
Das gesamte Wurzelsystem liegt unter der Erde, der größte Teil davon in einer Tiefe von 20 bis 50 Zentimeter, was aber vom jeweiligen Bodentyp abhängig ist. Der ideale Boden besitzt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wasserabzug und Wasserspeicherungs-Vermögen, so dass die Wurzeln gezwungen sind, sich weit und tief in der Erde auszubreiten. Dadurch wird der Rebstock im Boden verankert und mit allem Notwendigen wie Wasser und Nährstoffen versorgt.
In einem lockeren Boden können die Fußwurzeln bis zu 15 Meter Tiefe vordringen. Die Seitenwurzeln breiten sich vorwiegend in den oberen Schichten aus und nehmen über die dünnen Faserwurzeln (Wurzelhaare) Wasser und Nährstoffe auf. Die über den Seitenwurzeln befindlichen Tauwurzeln (Saugwurzel, Luftwurzel, Tagwurzel, Taugeweide,Tausauger) verbreiten sich ganz knapp unter der Erdoberfläche; sie nehmen den Tau oder Reif auf.

Unterteil (Wurzelwerk): 1 = Veredelungsstelle, 2 = Seitenwurzeln, 3 = Wurzelstange, 4 = Fußwurzeln
Oberteil (Edelreis): 1 = einjähriges Holz, 2 = zweijähriges Holz (im Folgejahr; wird dann zumeist entfernt), 3 = Kordon (altes Holz), 4 = Stamm (altes Holz), 5 = Wasserschosse (einjähriges Holz), 6 = Veredelungsstelle
Über der Erdoberfläche liegt zuerst das „alte Holz“, das sind der aus dem bei der Veredelung (künstlicher Vorgang der vegetativen Vermehrung) aufgepfropftem Edelreis gebildete Stamm und die davon abzweigenden Kordone (mehrjährige Arme bzw. Schenkel). Am Stamm (auch unter der Erde) können sich aus Adventivknospen die Wasserschosse (unerwünschte Nebentriebe) bilden. Auf den Schenkeln stehen die einjährigen Ruten und Zapfen, an deren Nodien in der Blattachsel die...
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Thomas Götz
Weinberater, Weinblogger und Journalist; Schwendi