Die „richtige“ Temperatur ist für die optimale Entfaltung der Aromastoffe ein entscheidender Faktor beim Weingenuss. Durch eine falsche Trinktemperatur (zu kalt oder zu warm) kann man auch einen Spitzenwein zu einem nichtssagenden Schankwein degradieren. Durch das Einschenken in ein Weinglas bzw. einem gegebenenfalls erfolgten Dekantieren verdunsten die flüchtigen Bestandteile. Mit steigender Temperatur wird dies beschleunigt.
Beim Wahrnehmen ist zuerst der Geruch und erst in der Folge der Geschmack beteiligt. Das Ausmaß der Empfindungen ist unter 8 °Celsius eher neutralisiert, bei 12 °Celsius noch eingeschränkt und bei 18 °Celsius sehr hoch. Die Weintemperatur hat auch einen engen Zusammenhang mit den Geschmacks-Empfindungen. So werden sauer und süß stärker bei höheren, aber adstringierend, bitter und salzig bei niedrigen Temperaturen merkbar stärker wahrgenommen. Mittels verschiedener Thermometer kann die Temperatur in der Flasche oder im Glas schnell festgestellt werden.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg