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Woronzow Michail Semjonowitsch

Woronzow Michail Semjonowitsch Der russische Offizier und Politiker Graf Michail Semjonowitsch Woronzow (1782-1856) war im russischen Zarenreich von 1823 bis 1844 General-Gouverneur von Bessarabien, zu der die Halbinsel Krim im heute eigenständigen Staat Ukraine gehörte. Er war damals einer der reichsten Männer des russischen Reiches und Besitzer riesiger Ländereien. Zwischen 1828 und 1847 ließ er sich mit ungeheurem, finanziellem Aufwand das berühmte Schloss Alupka an der Küste in der Nähe von Jalta im Stile der indischen Maharadschas erbauen. In diesem Schloss wohnte Winston Churchill (1874-1965) während der berühmten Jalta-Konferenz im Februar 1945, die Besprechungen mit Josef Stalin (1879-1953) und Franklin D. Roosevelt (1882-1945) fanden im ehemaligen Zaren-Sommerpalast Livadia statt.

Woronzow ließ dort ab dem Jahre 1820 die ersten Weinberge anlegen und ein Weingut errichten und importierte für die Krim neue Rebsorten wie Aligoté, Cabernet Sauvignon, Pedro Ximenez und Sémillon. Im Jahre 1828 gründete er in der Nähe das heute berühmte Weinbau-Forschungsinstitut Magarach. Beim Versuch, Weine in französischem Stil herzustellen, erlebte er anfangs aber viele Rückschläge. Angeregt durch Woronzow ließ sich im benachbarten Dörfchen Massandra in den Jahren 1894 bis 1897 der letzte Zar Nikolaus II. (1868-1918) sein eigenes, nach dem Dorf benanntes Weingut in der Nähe seines Sommerpalastes Livadia bauen. Woronzow unterstützte dabei den Fürsten Lev Golizyn beim Bau des berühmten heute noch bestehenden Staats-Weingutes Massandra.

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