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Zugabe von Mitteln

Gibt es einen naturbelassenen, oft auch als naturrein bezeichneten Wein ohne irgendwelche Zusatzstoffe bzw. Hilfsmittel? Kaum eine Frage wird so oft falsch beantwortet bzw. ist vielen Konsumenten nicht klar, dass es keinen Wein gibt, der völlig ohne Zusatz- bzw. Hilfsstoffe vinifiziert werden kann. So ein Wein würde zumindest farblich oder geschmacklich beeinträchtigt sein oder schlimmstenfalls in kurzer Zeit verderben und ungenießbar werden. Selbstverständlich gibt es Weine, bei denen versucht wird, die Verwendung stark zu reduzieren, aber bestimmte Mittel sind unverzichtbar. Zum Beispiel kommt man ohne Schwefel als wichtigsten Oxidationshemmer kaum aus. Bestimmte Stoffe sind aber verboten (siehe dazu auch unter Aromatisieren und Weinverfälschung).

Mittel bei der Weinbereitung - Kaolin, Bentonit, Eichenholzextrakt, Netzschwefel, Wood-chips, Silberchlorid

Verschiedene Stoffe werden dazu verwendet, um Weinfehler bzw. Mängel im Wein zu beseitigen. Natürlich kommt jeweils nur eine begrenzte Anzahl zum Einsatz. Das ist auch abhängig vom Traubenzustand, vom gewünschten Weintyp und von der angestrebten Qualität. Die Verwendung von Mitteln bei der Weinbereitung ist bezüglich der Stoffe und Mengen innerhalb der EU streng geregelt, wobei für die Vinifikation von Bioweinen (Ökoweinen) noch strengere Vorgaben gelten. Bezüglich Grenzwerten von gesundheitsgefährdenden Stoffen im Wein siehe unter ADI (Acceptable Daily Intake; akzeptabel bei täglicher Einnahme), bezüglich allergener Stoffe unter Allergie sowie bezüglich Inhaltsstoffen im Wein unter Gesamtextrakt. Die gebräuchlichen Mittel bzw. Verfahren:

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gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer. Über das Lexikon

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