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Zwangsdestillation

Bezeichnung (auch Krisendestillation) für eine Maßnahme innerhalb der Europäischen Union, um die Überproduktion von Wein abzubauen. Dabei werden auf Kosten der EU Überschüsse destilliert. Der destillierte Wein ist danach nur noch für Industriezwecke und als Biotreibstoff verwendbar. Im Jahre 2005 waren dies zum Beispiel 3 Millionen Hektoliter französischen und 2,6 Millionen Hektoliter italienischen Weins (das sind immerhin 5% der Gesamtproduktions-Menge dieser zwei Länder). Die gesamte Aktion verursachte Kosten in der Höhe von 131 Millionen Euro. Diese Gepflogenheit ist nicht unumstritten, denn diese Destillation bringt den Produzenten zwar eine zeitweise Entlastung, zieht aber nicht in Betracht, dass in Europa zu viel Wein erzeugt wird. Nach Meinung der Kritiker wäre es zielführender, Weinbauflächen durch Rodung zu verringern. Dies wurde dann auch im Zuge der im August 2009 in Kraft getretenen EU-Weinmarktordung beschlossen (siehe dazu unter Weingesetz beim Abschnitt GMO).

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