Bezeichnung (auch Zweitetikett) für eine preislich deutlich günstigere und einfachere Linie eines Weingutes, die unter anderen Namen als der Grand Vin (Erstwein) vermarktet wird. Üblich ist dies vor allem im Bordeaux, aber der Begriff wird auch in anderen Gebieten und Ländern verwendet. Die besten Weine aus den besten Lagen werden für den Grand Vin verwendet. Die Kriterien sind je Châteaux recht unterschiedlich und können sich auch bei jedem Jahrgang ändern. Das sind Weintrauben von Weingärten mit jüngeren Rebstöcken (etwa 10 bis 15 Jahre), Trauben aus qualitativ minderen Lagen, Chargen der Vorlese, Weine aus dem zweiten Pressvorgang und Weine aus schlechteren Fassproben.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden