Ein Allel ist eine bestimmte Genvariante an einem spezifischen Ort (Genlokus) auf einem Chromosom. Der Begriff geht zurück auf das ältere Wort „allelomorph“ (von griechisch allelos = gegenseitig, morphē = Gestalt) und bezeichnet also eine von mehreren Varianten desselben Gens. Zum Beispiel kann es für ein Gen, das die Blütenfarbe einer Pflanze bestimmt, ein Allel geben, das die Blüten rot färbt, und ein zweites auf dem anderen Chromosom desselben Paares, das die Blüten weiß färbt. Diese Weitergabe bei der Fortpflanzung bestätigt die bereits im Jahre 1865 vom Augustinermönch und Naturforscher Gregor Mendel (1822-1884) entdeckten und nach ihm benannten Mendelschen Regeln.
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Prof. Dr. Walter Kutscher
Lehrgangsleiter Sommelierausbildung WIFI-Wien