Die italienische Adelsfamilie de’ Medici aus Florenz in der Toskana hatte ihren Ursprung in Kaufleuten und Bankiers. Sie stieg durch geschicktes Taktieren und brutales Ränkespiel von einer wohlhabenden, aber unbedeutenden Familie zu einer der einflussreichsten italienischen Dynastien des 15. und 16. Jahrhunderts auf. Die Medici erwarben ihren Reichtum überwiegend im Textilhandel. Florenz wurde unter den Medici Zentrum des mittelalterlichen europäischen Handels- und Finanzwesens und eine der wohlhabendsten Städte der damaligen Zeit. Sie gilt als die Wiege der Renaissance. Untrennbar verbunden mit der toskanischen Geschichte förderte die Familie Kunst, Wissenschaft und Weinbau. Aus ihr gingen Großherzöge der Toskana, drei Päpste und zwei Königinnen von Frankreich hervor.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“