Bezeichnung (Rote Erde) für rote bis braunrote, eisenreiche Bodentypen, die sich überwiegend über Kalkstein bilden und vor allem im Mittelmeerraum (Südeuropa, Nordafrika, Vorderasien, teilweise auch in den USA) verbreitet sind. Es handelt sich um Lehm- oder Tonböden, deren charakteristische Färbung durch einen hohen Anteil an Eisenoxiden (insbesondere Hämatit) verursacht wird. Häufig liegt der Oberboden unmittelbar über einer stark wasserdurchlässigen Kalksteinschicht (Kalksteinrotlehm). Typisch ist zudem ein hoher Anteil unlöslicher Rückstände des Kalksteins.
Terra Rossa-Böden trocknen im Sommer oberflächlich rasch ab, verfügen jedoch durch ihren Tonanteil in der Tiefe über ein gutes Wasserspeicherungs-Vermögen. Sie sind gut durchlüftet und erwärmen sich schnell. Diese Eigenschaften fördern eine tiefe Durchwurzelung der Reben, begrenzen den Ertrag und begünstigen eine hohe Qualität der Trauben.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“