Beschreibung (auch abgestanden) für den Geschmack und/oder Geruch eines Weines im Rahmen einer Weinbewertung bzw. Weinansprache. Der Begriff bezeichnet einen unscharfen, abgeschwächten oder feucht-dunstigen Gesamteindruck, der häufig als Ausdruck fehlender Frische oder Lebendigkeit wahrgenommen wird. Dumpfe Töne wirken meist verschlossen und können sowohl gustatorisch (Mund) als auch olfaktorisch (Nase) wahrgenommen werden.
Der Eindruck unterscheidet sich von präziser definierten Tönen wie muffig (dumpf-feucht, stickig), modrig (feucht-faulig), schimmelig (pilzig-kontaminiert) oder erdig (trocken-bodenbetont), kann diese aber in schwacher Form überlappen oder anklingen lassen. Häufig wird der Begriff verwendet, wenn ein Wein keine klare Primäraromatik zeigt, von reduzierten Noten überlagert ist oder erste Anzeichen eines sensorischen Problems erkennen lässt.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach