Viele Wein- und vor allem Schaumweinflaschen haben im Boden eine Einbuchtung (auch Flascheneinstich, Flascheneinzug, frz. Culot de Bouteille). Wahrscheinlich stammt die Wölbung aus den Anfängen der Produktion, als die Flaschen noch nicht so wie heute in exakt gleicher Form hergestellt werden konnten und diese Einbuchtung eine bessere Standfestigkeit verlieh. Nach anderer Deutung entstand die Wölbung beim Glasblasen.

Das Bild links zeigt eine Schaumweinflasche mit Einbuchtung, das rechte Bild eine Weinflasche ohne Einbuchtung.
Die Einbuchtung sorgt dafür, dass der im Inneren entstehende Druck (wichtig vor allem bei Schaumweinen) besser auf die Flaschenwände verteilt wird und der Boden dadurch weniger bruchanfällig ist. Zudem erhöht die Form bei der Lagerung „Kopf an Boden“ (frz. Bouteilles stockées sur Pointes) die Stabilität der Verpackung. Ein weiterer Vorteil zeigt sich während der Flaschenreifung. Besonders bei Rotweinen können sich Ausfällungen in der schmalen Rille rund um die Einbuchtung sammeln. Dadurch wird beim Einschenken das Aufwirbeln des Depots deutlich reduziert. Außerdem kann eine ausreichend tiefe Einbuchtung beim Eingießen als Stützpunkt für den Daumen genutzt werden.
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Es gibt unübersichtlich viele Quellen im Web, bei denen man sich Wissen über Wein aneignen kann. Doch keine hat den Umfang, die Aktualität und die Richtigkeit der Informationen des Lexikons von wein.plus. Ich benutze es regelmäßig und verlasse mich darauf.
Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen